DATURA 4 High On The Low Brow

DATURA 4
High On The Low Brow
Alive Natural Sound

In Dom Mariani, dem Kopf von Datura 4, schlagen mehrere Herzen. Das ist nicht erst seit «High On The Low Brow», dem aktuellen sechsten Werk (ohne «Invisible Hits» (2023, Outtakes, remastered Tracks)) der australischen Band bekannt. Da existiert nicht nur Power-Pop, Garagenrock, Psychedelik oder instrumentale Ausflüge mit Bands wie DM4, The Stems, The Someloves, The Majestic Kelp oder solo, sondern eben auch rauer Boogie- und Bluesrock. In der Pause zwischen dem letzten Datura 4 Werk «Neanderthal Jam» (2022) und dem aktuellen hatte Dom Mariani n.a. das wunderbare Power-Pop-Album «Apple Of Life» (2025) veröffentlicht. Die neuen Songs auf «High On The Low Brow» knüpfen immer wieder an den Sound der Vorgängeralben an, öffnen den Raum aber für neue / zusätzliche Einflüsse:  «On The Rebound» klingt wie eine Anleihe an die seligen Motörhead. Marianis Gesang tönt aber poppiger als Lemmys raues Organ «Dirty Laundry» überrascht mit Saxophon- und Klavier-Einsatz und einem witzigen Video (Mariani spielt ein Gitarrensolo durch eine Waschmaschine gefilmt.). In «Another Fools Gate» meint man den seligen Jon Lord an der Hammondorgel zu hören. «Mind Sailor» ist geradliniger Hardrock mit poppigem Gesang, der gegen Schluss sphärisch wird. Und der Abschluss «See My Way» ist ein akustischer Folk-Pop-Song mit viel Charme. Natürlich dürfen die Boogie- und Bluesrock-Songs nicht unerwähnt bleiben. Der Auftakt «Under The Rock» offeriert treibenden Boggie-Rock, der schon mal an die frühen Status Quo mahnt. Und das schleppende «Bugs» überrascht mit coolen Riffs und einmal mehr poppigem Gesang. «High On The Low Brow» belegt, dass Dom Mariani, der bereits 67 Jahre alt ist, seine Kreativität und seinen Hunger noch nicht verloren hat. Weiter so!

Roebi
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