DATURA 4 Blessed Is The Boogie

DATURA 4
Blessed Is The Boogie

«Blessed Is The Boogie» ist nach «Demon Blues» (2015) und «Hairy Mountain» (2016) bereits das dritte Werk der australischen Datura 4. Die zehn Songs der Band um Dom Mariani (The Stems, DM3) bieten einmal mehr eine erfrischend rockende Mischung aus Blues- und Boogie-Rock, die jetzt aber gegen Ende mit langsameren, zuweilen poppigen Momenten aufgelockert wird. Dom Mariani hat ja eine Vergangenheit mit der grandiosen Power-Pop-Band DM3. Auf jeden Fall ist von Abnützungserscheinungen keine Spur. Von Beginn weg strotzen die Songs von Energie und Spielfreude. Einmal mehr ist das Material in den frühen 1970er Jahren beheimatet. Da gibt es Bezüge zu  Bands wie Budgie («Black Dog Keep Running» oder «Looper») ZZ Top / BB King (Titeltrack), Wishbone Ash / Pink Floyd («The City Of Lights»), halbinstrumentale Jams irgendwo zwischen Beck, Bogert & Appice und den Doors («Evil People Pt.2»), Westcoast-Elemente im gesanglich poppigen «Not For Me» oder kurze Abstecher in Richtung Glamrock wie in «Run With Lucy». Und mit «Ooh Poo Pah Doo» von Jesse Hill eine Coverversion, die es in sich hat. Der sehr oft gecoverte Song (u.a. von Ike & Tina Turner, Dr. Hook, Etta James, Steve Miller Band oder einem Wilson Pickett) wird von Datura 4 in ein raues Bluesrock-Gewand inklusive röhrender Hammondorgel getaucht. Fantastisch. Blessed is Datura 4.

Roebi
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