DARKHAUS When Sparks Ignite

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DARKHAUS

When Sparks Ignite

Oblivion/SPV/Musikvertrieb

 

  1. Letztes Jahr vertrieben Darkhaus die Wartezeit bis zu ihrem neuen Album mit einer genialen EP, die auf den Namen „Providence“ hörte. Nun ist es endlich soweit. Ihr neuster Wurf „When Sparks Ignite“ hat das Licht der Welt erblickt. Die Modern-Dark-Rock-Formation um Frontmann Ken Halon macht genau da weiter, wo „Providence“ aufgehört hat. „Mit dem neuen Album schmücken wir unser eigenes unverwechselbares Markenzeichen mit gefühlvoll-hinreissendem und dunkel gebeiztem Modern Rock noch weiter aus“, erklärt Bassist/Texter Gary Meskil (ebenfalls Chef der legendären Hardcore-Band PRO-PAIN).

Der Opener „All Of Nothing“ ist schon unglaublich stark und strotzt nur so vor Kraft. Ein finsterer Einstieg, gefolgt von der warmen und klaren Stimme Ken Halons, macht klar, wohin die Reise bei diesem Album geht. Es folgt „The Last Goodbye“, das durch treibende Drums und dominierende Gitarren besticht. „Feel My Pain“ ist eine Midtemponummer, die einen tollen Groove hat und beweist, dass Darkhaus zeitgemäss und modern rüberkommen. „Second Chance“ haut da in die gleiche Kerbe und macht Lust mitzusingen. „After The Heartache“, „Helpless“, „Devil’s Spawn, „Oceans“, sind alles astreine Rocksongs, die Ohrwurm-Refrains haben und den Hörer mit der Mischung aus melodischen Momenten und bretternden Gitarrenriffs in den Bann ziehen. „Lonesome Road“ sei an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang ebenfalls erwähnt. Auch poppige Elemente finden ihren Platz. Sehr dezent, aber präzis eingesetzt stellen sie auf diese Weise eine Bereicherung für „When Sparks Ignite“ dar. Hat man diese neun Songs gehört, macht man für sich eventuell schon mal die Perlen des Albums aus und dann kommen Darkhaus mit diesem „To Live Again“ um die Ecke, welches so reinhaut und diese ganzen beschriebenen Eigenheiten nochmal auf so eindrückliche Weise vereint. Und dann ist sie da, die Ballade: „Tears Of Joy“. So voller Leidenschaft und Hingabe, ganz ohne Kitsch, einfach reduziert, getragen von Pianoklängen und einem Hauch Melancholie. So endet das Ganze natürlich nicht. Das Schlusslicht „Bye Bye Blue Sky“ ist nochmal ziemlich rasant, unglaublich energiegeladen und ist wie ein opulentes Feuerwerk, das diese Veröffentlichung abschliesst. Es ist das hohe Mass an Abwechslung, welches diese Scheibe so fantastisch und kurzweilig macht, aber auch die Dynamik, die eingängigen Melodien, die mitreissende Härte oder auch atmosphärische Momente sind Attribute, die schwer wiegen. Darkhaus haben ihre Karriere schon auf einem sehr hohen Niveau begonnen und sind mit einer scheinbaren Leichtigkeit in der Lage sich noch weiter zu steigern. Absolut Top!!!

Hanns
About Hanns Hanneken 559 Articles
Hanns, der Gründer von TRACKS, ist der CH-Musikszene seit den 80er-Jahren als Produzent, Musiker und Redaktor eng verbunden. Er war jahrelang Chefredaktor des Schweizer Musikmagazins MUSIC SCENE, des deutschen Magazins MUSIK SZENE und arbeitete für u. a. MUSIK EXPRESS, METAL HAMMER.