CLOVEN HOOF Age Of Steel

CLOVEN HOOF
Age Of Steel
Pure Steel Records

mv. Cloven Hoof, eine Perle der NWoBHM, sind schon seit 1979 aktiv. Das Vinyldebut «The Opening Ritual» erschien 1982 und sorgte für Ausrufezeichen. Der grosse Klassiker der Band ist aber von 1989 und nannte sich «A Sultan’s Ransom». Leider reichte es trotzdem nie für den Durchbruch. Nach der Reunion 2004 folgten diverse Releases mit verschiedenen Line-Ups, wobei Bassist und Kopf der Band Lee Payne als einziger der alten Garde immer an Bord war und die Band mit viel Kraft und Willen die ganze Zeit über am Leben hielt. Seit 2017 ist der Amerikaner George Call (ex-Omen, Aska, Banshee) für den Gesang zuständig, was als erstes Lebenszeichen das hammergeile «Who Mourns For The Morningstar» Album ans Licht brachte. Mit «Age Of Steel» folgt nun der Nachfolger, welcher die hohen Erwartungen zum Glück mehr als erfüllen kann. Das Album beginnt furios mit «Bathory», einer wuchtigen Power Metal-Nummer, bei welcher George Call gleich zeigen kann, was für eine Bereicherung er für die Band doch ist. Das ist dem Albumtitel entsprechend purer Stahl, was hier gesanglich wie musikalisch geboten wird. «Alderly Edge» ist dann viel epischer, allerdings bedient man sich in Sachen Gitarrenmelodien wie auch Gesang etwas gar frech am Maiden-Klassiker «Seventh Son Of A Seventh Son». Kein Metalhead wird dabei nicht an Maiden denken, wobei der Song aber so stark geworden ist, dass man es einfach trotzdem mögen muss. «Apathy» zeigt danach wieder in eine ganz andere Richtung und packt den Hörer an den Eiern. Hammergesang, fantastische Riffs und Leads und herrlich positioniert irgendwo zwischen NWoBHM und US Metal. Ähnlich kraftvolle Hymnen sind das furiose «Victim Of The Furies», das dynamische «Bedlam», das stampfende «Judas» und das leicht an die glorreichen Tage von Virgin Steele erinnernde «Touch The Rainbow». Lustigerweise denkt man bei «Gods Of War» dann nicht an Manowar sondern an den Helloween-Klassiker «March Of Time». Beim abschliessenden Titeltrack gibt’s dann noch eine moderne True Metal-Hymne, welche auch auf einem Aska-Album hätte stehen können. Alles in allem ein sehr abwechslungsreiches Heavy Metal-Album der Extraklasse, welches keinen Fan enttäuschen wird und sowohl Old School-Metaller wie auch junge Power Metal-Fans begeistern sollte. Für mich jetzt schon eines der grossen Highlights des Jahres 2020 und es bleibt zu hoffen, dass es dazu irgendwann eine Europa-Tournee geben wird.  

Michael
About Michael Vaucher 114 Articles
Michael Vaucher schreibt seit 2011 für's TRACKS Magazin im Bereich HardRock/Heavy Metal. Zudem ist er der Gründer der Schweizer Metalband EMERALD, welche seit 1995 aktiv ist und bereits 7 Alben veröffentlichte.

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