BONNIE & THE GROOVE CATS Go Cat Go

BONNIE & THE GROOVE CATS Go Cat Go

BONNIE & THE GROOVE CATS

Go Cat Go

Eigenverlag

hug. Grundsätzlich eine gute Idee: Rockabilly mit schweizerdeutschen Texten. Das kommt in der hiesigen Szene so gut wie gar nicht vor, weil es vor lauter Den-Vorbildern-treu-bleiben-Müssen gar niemanden in den Sinn kommt. Diese Kombo aus dem Aargau liefert mit ihrem Debüt eine weitere mögliche Erklärung, wieso Dialekt in dieser Sparte so selten vorkommt: Er ist sehr schwierig in die Musik einzubetten. Sängerin Sandra behilft sich des öftern regelrechter Knittelverse und macht das Ganze dadurch holprig, und sie streut darüber hinaus immer wieder englische Phrasen ein, die dann neben dem Dialekt doppelt schräg und deplatziert wirken – gemeint waren sie wohl eher als Ausdruck von Coolness. Dass der Sound an sich dann des öftern eher an Schaukelpartys im Bierzelt erinnert denn an astreinen Rockabilly, macht die Sache auch nicht einfacher. Kurz: Mission nur halb completet. Aber «Go Cat Go» ist ein mutiger Anfang. Wir empfehlen der Band also, dranzubleiben an ihrer Sache. Und den Hörern empfehlen wir einen Klick auf die Internetseite: Da gibt’s eine schwedische Rezension zu lesen.

Christian
About Christian Hug 169 Articles
Seit den Sex Pistols «into music», seit 2001 freier Journalist und Buchautor. Jahrelange Mitarbeit im «Music Scene», «Toaster», TagesAnzeiger - Ernst», «Style» und andere. Kein MP3-Freund.