BOB SPRING & THE CALLING SIRENS Dark Countries

BOB SPRING & THE CALLING SIRENS
Dark Countries
Dark Country Records

Bob Spring ist ein umtriebiger Musiker. Neben der Glamrock-Band Backwash, die er 2010 verliess, seinem Soloprojekt unter eigenem Namen ist Spring seit 2015 auch mit den The Calling Sirens unterwegs. Dazu kam es, weil den «rufenden Sirenen» der Sänger abhandenkam und der gebürtige Zuger einsprang. Das Cover des zweiten Werkes «Dark Countries» der fünfköpfigen Band ist nicht ohne Grund in schwarz gehalten. Der abgebildete trost- und blätterlose Baum spricht ebenso nicht für ein Werk mit Kuschelsongs. Vom Albumtitel ganz zu schweigen. Die elf Songs schreiten im schleppend schweren Tempo voran, wagen es kaum ins Licht zu treten. Im Song «Dark Country» sinniert Spring: « I’ve Tried So Hard Not To Go Insane. And If I Bought My Self A Gun. Still It’s Me Who’s To Blame.» Düstere Gedanken in einem bedrückenden Umfeld aus Dark-Country, Noir-Folk und bluesiger Schwere. Im folkigen «The Shade» sieht er sich gar als die personifizierte Dunkelheit. Die poppige Note des Chorus klingt aber fast wie ein Hoffnungsschimmer. Mit «Dark Countries» erweisen sich Bob Spring & The Calling Sirens als würdige Brüder im Geiste von Nick Cave, Johnny Cash, Tom Waits, Mark Kozelek und etwas Chris Isaak («Painted Windows»).

Roebi
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