BATTLES Juice B Crypts

BATTLES
Juice B Crypts
Warp

«Juice B Crypts» ist das vierte Werk der Battles nach «La Di Da Di» (2015). Die Band um Ian Williams (Ex-Don Caballero) und John Stanier (Ex-Helmet (Band)/Tomahawk) geht darauf ihren bisher eingeschlagenen Weg konsequent weiter (Im Vergleich zu «La Di Da Di» aber mit vereinzeltem Gesang). Ironisch könnte man anfügen, The Battles machen keine Experimente, wobei ja Experimente genau das ist, was The Battles auszeichnet. Die zehn hälftig instrumentalen Nummern bieten anregend verspielte, vertrackte, hektische, elektronisch geprägte Klangcollagen, zuweilen aber auch etwas anstrengendes musikalisches Gehirnjogging («Hiro 3»). Der Auftakt «Ambulance» kommt daher wie der Soundtrack zu einem Videospiel. In «The Played It Twice» wird der, wegen der hektischen Rhythmen etwas kantig wirkende soulige Gesang von Xenia Rubinos von Trip-Hop- und Drum’n’Bass-Elementen untermalt. Yes-Sänger Jon Anderson kämpft in «Sugar Foot» gegen vertrackte Rhythmen an. «Fort Greene Park» bewegt sich wie ein staunendes Kind durch einen Wald, bis der Song nach gut zwei Minuten schwer und kratzig wird. Im schwer polternden «Titanium Step 2» leiht Sal Principato (Liquid Liquid) den Battles seinen überdrehten Gesang. «IZM» mit Shabazz Palaces kann getrost in der Kategorie «Alternative Hip Hop» eingereiht werden. Der Titeltrack ist pure Hektik. Dafür offeriert der Abschluss «The Last Supper On Shasta» (mit den Tune-Yards) luftig leichte Momente mit poppigem Gesang. Experiment gut, alles gut.

Roebi
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