ANDREW GOLD Something New: Unreleased Gold

ANDREW GOLD
Something New: Unreleased Gold
Omnivore

Der amerikanische Musiker und Songwriter Andrew Gold, 2011 verstorben, hat mit namhaften Künstlern wie Linda Ronstadt, Art Garfunkel, James Taylor, Paul McCartney, Ringo Starr, John Lennon oder Brian Wilson gearbeitet und Songs für Trisha Yearwood, Wynonna Judd und viele andere verfasst. Wieso er als Solokünstler nur kleinere Erfolge, z.B. mit dem Song «Lonely Boy» oder der Halloween-Noveltynummer «Spooky Scary Skeletons» (Auf Tik Tok tausendfach als Untermalung für humorvolle Tanzeinlagen gepostet) feiern durfte, bleibt ein Geheimnis. Auch die Veröffentlichung von «Something New: Unreleased Gold», Songs, die zu seinem Plattenvertrag führten, lassen einen wundern, wieso der Multiinstrumentalist Andrew Gold kein Household-Name wie Elton John, Billy Joel oder James Taylor geworden ist. Die 16 Songs von 1973, obwohl viele blosse Demos sind, oft nur mit Gesang und Klavier, offenbaren ein grosses Potential. Nur drei der Tracks («Resting In Your Love», «Ten Years Behind Me», und «A Note From You») landeten, auch wenn in abgeänderten Fassungen, auf einem seiner vier Alben. Aus «Resting In Your Love» wurde «Resting In Your Arms», das Gold auf sein selbstbetiteltes Debüt aus dem Jahre 1975 packte. Das folkige «Ten Years Behind Me» wird auf seinem Debüt mit Piano präsentiert. Der harmonische Auftakt «Something New», bis dato unveröffentlicht, hat das Zeug zu einem Smash-Hit. Andere würden töten, wenn sie solche Songs schreiben könnten (: Das Piano dominierte «Come Down To Me» könnte einem Ben Folds als Vorgabe gedient haben. Die Pianoballade «The World Tomorrow Brings» könnte auch als (sehr guter) Elton John Song durchgehen, wie auch «Timothy Corey» und «Penny Arcade». Interessant sind ebenso folkige Songs wie «What You Do Is What You See». «Almost Love» oder «You Are Somewhere Within Me». Sie zeigen Andrew von einer anderen Seite. Obwohl auf «Something New: Unreleased Gold» grösstenteils Demos sind, gibt es kein Füllmaterial. Alles potenzielle Hits. Der Titel «Something New: Unreleased Gold» passt bestens. Die sechszehn Songs sind wirklich «unveröffentlichtes Gold». Laut seiner Witwe, Leslie Gogan-Gold, gibt es noch mehr unveröffentlichtes Material in den Archiven von Andrew Gold. Also gibt es noch etwas, auf das Mann und Frau sich freuen darf.

 

Roebi
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