RICH ROBINSON Flux

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RICH ROBINSON

Flux

Eagle Records/Universal

hh. Was immer sich der ex-Black Crowes Gründer und Gitarrist denkt, wenn er sein Instrument zur Hand nimmt, Liebhaber von Songs im eigentlichen Sinn des Wortes werden Mühe haben, diese Robinsonschen Gedankengänge nachzuvollziehen. Schon bei den Krähen war er derjenige, der besonders live mit relativ ausgedehnten und unspektakulären Soli eher langweilte und damit auch seinen singenden Bruder und Frontmann oft genug verärgerte. Um in diesem Jamrock-Bereich solch ausufernde Soli technisch brilliant und spannend zu gestalten, wie es beispielsweise Warren Haynes versteht, dafür fehlte und fehlt Robinson bis heute das Können und das Talent. Er ist sicher ein guter Gitarrist, aber ein noch grösserer Langweiler. Da waren selbst Grateful Dead, deren musikalische Endlos-Exkursionen man sich seinerzeit nur mit geballten psychedelischen Hilfsmitteln erträglich machen konnte, geradezu Spannung pur. Und das will was heissen! Was Rich Robinson hier vorlegt, ist von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen einmal mehr gepflegte Langeweile. Man kann sich dem Gefühl nicht verschliessen, dass Robinson und seine Mitstreiter ohne einen fertigen Song ins Studio gegangen sind, zusammen drauflos gespielt und die Bandmaschine mitlaufen gelassen haben. Und so wirkt alles halbfertig, viele gute Ideen bleiben im Ansatz stecken. Aus Chris Robinson’s Sicht mag das musikalische Freiheit bedeuten.

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Hanns, Herausgeber und Chefredaktor, ist der CH-Musikszene seit den 80er-Jahren als Produzent, Musiker und Redaktor eng verbunden. Er war jahrelang Chefredaktor des Schweizer Musikmagazins MUSIC SCENE, des deutschen Magazins MUSIK SZENE und arbeitete für u. a. MUSIK EXPRESS, METAL HAMMER.