ORYMUS Miracle

Miracles, Orymus

ORYMUS

Miracle

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2013 erschien Orymus’ Debutalbum und seitdem haben die fünf Berner eine gute Schubkarre voll Arbeit geleistet. Da die Erwartungen nach dem gelobten Debut recht hoch lagen, musste sich die Band mit ihrem Nachfolgealbum beweisen. Und das schaffen sie auch. Auf „Miracle“ vertonen Orymus ihre Erfahrungen mit Situationen, die das Ende der Welt bedeuten können. Ein Konzeptalbum ist „Miracle“ trotzdem nicht, denn die Thematik stellt lediglich einen roten Faden in den Lyrics dar. Musikalisch werden diese Geschichten in Hardrock/Metal, der mit einer Menge Pathos unterlegt ist, umgesetzt. Insofern unterscheidet sich Sänger Daniel Brönnimanns Arbeit bei Orymus deutlich von derjenigen seines Bruders Mark Fox, der bekanntermassen ja eher im erdigen Hardrock zuhause ist. Was das Songwriting angeht, ist Brönnimann die treibende Kraft bei Orymus. Die fertigen Stücke arbeitet er dann zusammen mit der Band aus und darin liegt laut Gitarrist Yves Linder das breite Spektrum, das Orymus von anderen Bands unterscheidet. Musikalisch gesehen kann man sich auf „Miracle“ tatsächlich auf eine Reise durch die tiefsten 70er in „Testament Of A Simple Man“ gefasst machen, die übergeht in die 80er mit „So Long“, um dann kurz ins Mittelalter für das Instrumental „One’s Last Breath“ zu beamen. Grundsätzlich liegen die Wurzeln von Orymus aber im melodischen Powermetal, wie man ihn von beispielsweise Iron Saviour oder Iced Earth kennt und dem man noch ein wenig Avantasia hinzufügen kann. „Miracle“ ist ein stattliches Album geworden, dass mit Sicherheit auch jenseits der Genregrenzen Fans finden wird.

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Hanns, Herausgeber und Chefredaktor, ist der CH-Musikszene seit den 80er-Jahren als Produzent, Musiker und Redaktor eng verbunden. Er war jahrelang Chefredaktor des Schweizer Musikmagazins MUSIC SCENE, des deutschen Magazins MUSIK SZENE und arbeitete für u. a. MUSIK EXPRESS, METAL HAMMER.