KING OF THE NORTH Sound The Underground

KING OF THE NORTH Sound The Underground

KING OF THE NORTH

Sound The Underground

Bad Reputation

 

  1. Whoo-Hoo, was für eine Band! Australien hat musikalisch im härteren Sektor ja sowieso schon eine Menge zu bieten und King Of The North bildet da keine Ausnahme. Wenn John Garcia von Kyuss und Monster Magnets Dave Wyndorf Lobeshymnen über einem Act ausschütten, dann kann man als Kenner davon ausgehen, dass das auch begründet ist. King Of The North sind ein Duo, und damit eigentlich nicht zahlreich genug, um als Band zu gelten. Die sparsame Besetzung aus Schlagzeug und Gitarre hat aber überhaupt gar nichts zu sagen, denn was die zwei Australier musikalisch von sich geben, ist schlicht gewaltig. Hier sitzt jedes Riff aus Andrew Higgs’ Gitarre und Danny Leos Drumming ist nicht nur punktgenau auf Higgs Spiel abgestimmt, sondern hat einen „Rumms“, den man schon lange bei keinem Drummer mehr gehört hat. Den fehlenden Bass macht Higgs mit der „mach drei aus einer“-Gitarrentechnik wett, die die Band nach einem vollausgerüsteten Quintett klingen lässt. Gemäss Recherche handelt es sich bei „Sound The Underground“ wohl um das Debut, was schwer zu glauben ist, denn so rund und saftig geht es selten auf einem Erstling zu. Verwandte Klänge sind bei Kyuss oder mittelalten Soundgarden zu finden, gemixt mit einer Kelle Retro und einer Menge Kick-Ass-Rock. King Of The North sind tonnenschwer und voller Drive und haben ein Album geschrieben, dass zu keiner Sekunde fade wird. Das Ohr wird, trotz Sound und Songwriting aus einem Guss, gefordert und belohnt. Einen Anspieltipp herauszukristallisieren wäre völliger Frevel und würde den nicht erwähnten Songs keinen Respekt zollen. Nach ihrer durch Crowdfunding ermöglichten kleinen Tour durch Europa diesen Sommer werden die beiden Jungs hoffentlich sehr bald wiederkommen und unsere Bühnen zerlegen. Hammerband, Hammeralbum!
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Hanns, Herausgeber und Chefredaktor, ist der CH-Musikszene seit den 80er-Jahren als Produzent, Musiker und Redaktor eng verbunden. Er war jahrelang Chefredaktor des Schweizer Musikmagazins MUSIC SCENE, des deutschen Magazins MUSIK SZENE und arbeitete für u. a. MUSIK EXPRESS, METAL HAMMER.