INNES SIBUN Blues Transfusion

INNES SIBUN Blues Transfusion

INNES SIBUN

Blues Transfusion

Blues Boulevard

 

  1. Jemand muss dem sträflich unterschätzten Briten endlich ein Kränzlein winden. Bereits mit dem letztjährigen Album “Lost In The Wilderness” hat Innes Sibun bewiesen, dass er eines der besten Pferde im Blues Boulevard-Stall ist. Die Faszination, die der sympathische und bodenständige Bluesrock-Musiker ausübt, erinnert an den grossartigen Rory Gallagher. Wie der irische Gitarrist, überträgt auch Sibun den Blues direkt und aufrichtig. Der legendäre Mike Vernon produzierte einst Sibuns Debüt „That’s What The Blues Can Do“. In der Zwischenzeit produziert sich Meister Sibun selbst. Einmal mehr präsentiert er mit dem aktuellen Album „Blues Transfusion“ ein Feuerwerk aus 12 abwechslungsreichen Songs. Langeweile lässt er nie aufkommen. Die meisten Tracks wurden in Mostar mit der Crème de la Crème an Musikern aus Bosnien und Herzegowina aufgezeichnet. Mit dem Auftakt „Love Light“ lässt Sibun sogleich die Puppen tanzen. „Old Time Used To Be“ kommt als entspannter Delta Blues mit Mandoline daher, den langsam trottenden Swamp Blues “Blues For Sherman” widmet Sibun dem aus Louisiana stammenden Gitarristen Sherman Robertson. Geradeaus und kraftvoll mit einem herausragenden Hammond-Solo von Gabrijel Prusina: „One Of These Days“. Der frische und kompakte Song „Find My Way Home“ und der fetzige Rock’n’Roller “I Used To Be Your Man” animieren zum Mittrommeln. Neben zehn Eigenkompositionen enthält Sibuns neue Platte mit „I Fall Apart“ obendrein ein gebührendes Gallagher-Cover (vom 1971er-Solodebüt), als Trio mit Dzenan Mujic (Drums) und Bassist Atilla Aksoj eingespielt.
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Hanns, Herausgeber und Chefredaktor, ist der CH-Musikszene seit den 80er-Jahren als Produzent, Musiker und Redaktor eng verbunden. Er war jahrelang Chefredaktor des Schweizer Musikmagazins MUSIC SCENE, des deutschen Magazins MUSIK SZENE und arbeitete für u. a. MUSIK EXPRESS, METAL HAMMER.